Terminnot

•Juli 15, 2009 • 2 Kommentare

Im Vertrag hatten wir als Bezugstermin den 28.2.2010 festgelegt. Um diesen abzusichern, hatten wir eine Klausel eingefügt, die eine Entschädigung von 1000€ festlegt für jeden Monat Verzug. Immerhin würden wir ja bei gleichem Kaufpreis länger Miete zahlen müssen, im schlimmsten Falle würden zusätzliche Mehrkosten fällig, falls die Wohnung zu früh gekündigt würde.

Wir dachten uns, da wir bei WEISS „alles aus einer Hand“ bekommen, dürfte es nicht so viele Diskussionen geben, wer an einem Verzug die Schuld trägt. Nun hatte die Rechtsabteilung von WEISS noch einen Satz eingefügt, dass Voraussetzung für diese Klausel die Erteilung der Baugenehmigung bis 15.8. sei. Im April sah das nicht nach einem Problem aus, da unsere Bauvoranfrage ja schon den Gemeinderat passiert hatte bevor wir den Vertrag unterzeichnet hatten. Da der erste freie Termin beim Architekten erst am 2.6. war und ausserdem Gemeinderatssitzung nur einmal pro Monat stattfinden, war schnell klar, dass es knapp werden würde.

Noch schwieriger wurde es, als sich die Erstellung der Pläne über mehrere Wochen hinzog. Ausreichend für den Antrag auf Baugenehmigung sind ja im Grunde ganz wenige Daten, aber WEISS hatte an diese Pläne die komplette Planung des Rohbaus gekoppelt, so dass alle Rohbaudaten (auch Innenausbau z.B. im Bad, oder genau Lage der Fenster) festgelegt werden sollten. Alle späteren Änderungen würden dann nach Aufwand ausgeführt, so zumindest die schriftliche Aussage.

Da in jeder neuen Version der Pläne auch wieder neue Fehler waren, mussten wir insgesamt vier Versionen der Pläne modifizieren bzw. kontrollieren. Irgendwann mussten wir die Notbremse ziehen, da der Juli-Gemeinderatstermin unmittelbar bevorstand und unbedingt genutzt werden musste, um überhaupt noch eine Chance auf eine rechtzeitige Erteilung der Baugenehmigung zu haben. Zum Glück hat WEISS uns auch einen leicht verzögerten Termin für die Baugenehmigung zugestanden, ich hoffe auch bei geringfügigen Modifikation auf Kulanz.

Der Gemeinderat hat dann am 9. Juli unser Baugesuch mit 14:0 Stimmen durchgewunken. Da wir an mehreren Stellen den Bebauungsplan verletzen, muss unser Bauvorhaben aber vom Landratsamt abgesegnet werden, und das wird leider dauern, denn das ist eine echte Behörde!!!

Advertisements

Erste Enttäuschungen

•Juni 5, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Durch das Geschacher vor der Vertragsunterzeichnung hatten wir leider die Lust an dem Haus schon etwas verloren. Damit die Preisvorstellungen von WEISS nicht zu sehr abheben hatten wir uns gedanklich mindestens einmal von dem Haus verabschiedet, mit dem Nebeneffekt, dass zwangsläufig die Begeisterung für das Projekt nachlassen musste.

Bis zur Vertragsunterzeichnung wurden wir vom Vertrieb betreut, danach bekommt man bei WEISS jedoch einen Architekten als neuen Ansprechpartner. Das ist zwar sinnvoll, hat aber zumindest in unserem Fall auch Nachteile mit sich gebracht:

  1. Den Vertrag hatten wir im April unterzeichnet. Obwohl wir planen, rund 300.000€ an WEISS abzutreten, hatte der Architekt erst am 2. Juni das erste Mal Zeit, überhaupt persönlich mit uns zu sprechen. Bei dem Termin kam er dann 20 Minuten zu spät (wir dagegen waren trotz der zwei Stunden Anfahrt pünktlich).
  2. Unsere Hausplanung hatte er sich vor dem Termin noch nicht wirklich angeschaut. So fingen wir quasi von Null neu an, ihm unsere Pläne zu erläutern, was den ersten Termin recht ineffektiv gemacht hat.
  3. Die hohe Verbindlichkeit, die wir mit unserem ersten Ansprechpartner erreicht hatten, musste jetzt erst neu wieder aufgebaut werden. Während der erste Ansprechpartner schon in etwa wusste, wie wir ticken und was wir wollen, hatten wir beim Architekten manchmal den Eindruck, dass es ihm ziemlich egal war, wie unser Haus aussehen würde. Von einem Architekten erwarte ich, dass er auf eine Frage wie „wie kann man denn das machen, sieht das so oder so besser aus“ etwas andseres erwidert als „das müssen Sie doch wissen, ist doch Ihr Haus“.
  4. Er war äußerst überrascht, dass wir schon einen kompletten (Vor-) Bemusterungstermin absolviert hatten. Hier bekam ich erstmals Zweifel, ob die Zusagen, die WEISS zum Thema Auf- und Abmaß gemacht hatten, die nächsten Monate überstehen würden. Das Thema wird spannend bleiben.

Unser Architekt ist zweifelsfrei recht kompetent und hatte auch das Musterhaus geplant, das uns so gefallen hat, dass wir uns zum Kauf entschlossen haben. Für mich ist absolut nicht nachvollziehbar, dass er sich nicht mehr für „unseren“ Traum engagiert. Immerhin ist die Planung des Architekten eine Leistung, die zum Lieferumfang des Bauträgers gehört. Ich hoffe schwer, dass sich dieser Punkt in den nächsten Wochen bessert, denn es steht die Erstellung des Baugesuches an.

Der Vertrag

•Mai 12, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Uns beiden war klar, dass das Entgegenkommen jeder Firma vor Vertragsunterzeichnung größer ist als nach der Unterschrift. Dies gilt bestimmt ganz besonders in der Hausbaubranche.

Und so haben wir besonderen Wert darauf gelegt, in den Vertrag wirklich ALLES reinzuschreiben, was wir haben wollten. Und so sind wir im Musterhaus durch jeden Raum gegangen und haben jedes Detail für jedes Zimmer schriftlich festgelegt. Alle Änderungen am Rohbau hatten wir recht genau geplant und sogar eine komplette Vorbemusterung haben wir gemacht und protokolliert.

Erst danach haben wir über den Preis verhandelt. Der lag natürlich erstmal deutlich über dem, was wir zahlen wollten und auch klar über dem, was der Vertriebsmitarbeiter uns in Aussicht gestellt hatte. So haben wir einfach NEIN gesagt, was umso leichter war, da wir noch nichts bezahlt hatten. Und so haben wir uns erstmal mit anderen Lieferanten unterhalten, die ja auch schöne Häuser bauen. Wenige Wochen später hatten wir uns dann ohne Abstriche an den Inhalten auf einen Preis geeinigt, mit dem sicherlich beide Seiten leben können.

Die nächsten Monate werden zeigen, wie weit uns der recht ausführliche Vertrag vor unerwarteten Mehrkosten schützt.

Die Entscheidung

•Mai 12, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Für uns gab es drei wichtige Entscheidungskriterien:

  1. Weder Steffi noch ich haben besondere Vorstellungskraft; damit war es uns sehr wichtig, nicht von der leeren Wiese loszuplanen, sondern einen Entwurf sehen und begehen zu können, der bereits sehr dicht an unseren Vorstellungen liegt. Das galt sowohl für den grundlegenden architektonischen Wurf als auch für grundlegenden Stilelemente des Innenausbaus.
  2. Steffi hatte ein Haus verkauft und damit stand ein gutes Startkapital zur Verfügung. Wir arbeiten beide und so stand auch monatlich einiges zur Verfügung für die Tilgung. Dennoch stellt das Budget immer eine Begrenzung für Größe und Austattung des Hauses dar.
  3. Das Konzept des Bauträgers war ebenfalls wichtig für uns. Zum einen wie wird die Qualität des Hauses sichergestellt und zum zweiten, wie wird die Firma auf unsere Wünsche eingehen und diese umsetzen, ohne uns über den Tisch zu ziehen.

Dieser Blog soll unsere Erlebnisse beim Bau beschreiben und nicht die verschiedenen Bauträger bewerten. Nur soweit: Besonders ummer 1 und 3 wiesen in Richtung Fertighaus, und nach einigen Kontakten sind wir bei Fertighaus WEISS gelandet, auch weil der Vertriebsmitarbeiter wirklich einen sehr guten Job gemacht hat ^^

Wie alles begann

•Mai 12, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Ende 2008 wollten Steffi und ich zusammenziehen. Nachdem wir ein paar Wohnungen angeschaut hatten gab uns eine Maklerin den Tipp, „uns doch mal ein paar Wohnideen zu holen in einer neuen Fertighaussiedlung ganz in der Nähe“.

2 Stunden später standen wir in der Fertighaussiedlung. Dort fanden wir die aktuellen Musterhäuser vieler großer Fertighausanbieter. Uns gefielen spontan am besten die Häuser von Huf, Schwörer und Weiss. Nachdem wir uns so verliebt hatten in die schönen Häuser war es nicht mehr vorstellbar, eine Wohnung oder ein Haus zu mieten und mit dem Vorlieb zu nehmen, was jemand anders gestaltet hat. Und so reifte der Entschluss, ein eigenes Haus zu planen und zu bauen. Für uns beide ist es der erste Hausbau und wir hatten natürlich noch keine Ahnung, was auf uns zukommt.