Terminnot

Im Vertrag hatten wir als Bezugstermin den 28.2.2010 festgelegt. Um diesen abzusichern, hatten wir eine Klausel eingefügt, die eine Entschädigung von 1000€ festlegt für jeden Monat Verzug. Immerhin würden wir ja bei gleichem Kaufpreis länger Miete zahlen müssen, im schlimmsten Falle würden zusätzliche Mehrkosten fällig, falls die Wohnung zu früh gekündigt würde.

Wir dachten uns, da wir bei WEISS „alles aus einer Hand“ bekommen, dürfte es nicht so viele Diskussionen geben, wer an einem Verzug die Schuld trägt. Nun hatte die Rechtsabteilung von WEISS noch einen Satz eingefügt, dass Voraussetzung für diese Klausel die Erteilung der Baugenehmigung bis 15.8. sei. Im April sah das nicht nach einem Problem aus, da unsere Bauvoranfrage ja schon den Gemeinderat passiert hatte bevor wir den Vertrag unterzeichnet hatten. Da der erste freie Termin beim Architekten erst am 2.6. war und ausserdem Gemeinderatssitzung nur einmal pro Monat stattfinden, war schnell klar, dass es knapp werden würde.

Noch schwieriger wurde es, als sich die Erstellung der Pläne über mehrere Wochen hinzog. Ausreichend für den Antrag auf Baugenehmigung sind ja im Grunde ganz wenige Daten, aber WEISS hatte an diese Pläne die komplette Planung des Rohbaus gekoppelt, so dass alle Rohbaudaten (auch Innenausbau z.B. im Bad, oder genau Lage der Fenster) festgelegt werden sollten. Alle späteren Änderungen würden dann nach Aufwand ausgeführt, so zumindest die schriftliche Aussage.

Da in jeder neuen Version der Pläne auch wieder neue Fehler waren, mussten wir insgesamt vier Versionen der Pläne modifizieren bzw. kontrollieren. Irgendwann mussten wir die Notbremse ziehen, da der Juli-Gemeinderatstermin unmittelbar bevorstand und unbedingt genutzt werden musste, um überhaupt noch eine Chance auf eine rechtzeitige Erteilung der Baugenehmigung zu haben. Zum Glück hat WEISS uns auch einen leicht verzögerten Termin für die Baugenehmigung zugestanden, ich hoffe auch bei geringfügigen Modifikation auf Kulanz.

Der Gemeinderat hat dann am 9. Juli unser Baugesuch mit 14:0 Stimmen durchgewunken. Da wir an mehreren Stellen den Bebauungsplan verletzen, muss unser Bauvorhaben aber vom Landratsamt abgesegnet werden, und das wird leider dauern, denn das ist eine echte Behörde!!!

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~ von Rüdiger - Juli 15, 2009.

2 Antworten to “Terminnot”

  1. bei uns dauerte es auch, zum einen bis wir die pläne wirklich so hatten, wie wir sie wollten und zum anderen bis wir endlich die baugenehmigung vom landratsamt da hatten… zudem hat bei uns ja noch der nachbar auf stur geschalten und noch zusätzliche probleme bereitet.

    viele grüße,
    steffi

    • Hallo Steffi,

      Ich fand die Kopplung der „Fertigplanung“ an das Baugesuch unglücklich. Dass bei der Feinplanung noch tausend Dinge auffallen ist vielleicht doch normal. Aber so kamen wir mit dem Baugesuch in Zeitdruck, was eigentlich garnicht nötig war.

      Die Verhandlungen mit den Nachbarn waren bei uns eine gute Gelegenheit, die Nachbarn kennenzulernen. Bis auf einen waren alle hocherfreut. Zum Glück war die Zustimmung des letzten Nachbarn nicht erforderlich, da derjenige keine Grenze zu uns hat.

      Die Terminnot wird trotzdem noch schlimmer, da sich trotz der Zustimmung des Gemeinderates jetzt das Landratsamt querstellt. Trotz des schönen Namens „Sonnenernergiehaus Erlangen“ ist das Haus wohl so nicht genehmigungsfähig, so jedenfalls das Urteil des Landratsamtes.

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